
Kurze Hose
Wir sind gemeinsam mit unseren Kindern den Krater des Vulcano hochgelaufen. Für uns alle war es das erste Mal auf einem Krater. Der Weg war steil und anstrengend, und wir haben immer wieder kurze Pausen gemacht. Mit jedem Stück hat sich die Landschaft verändert. Zuerst Sträucher und Bäume, dann sandig vom Vulkansand, später stellenweise lehmig. Am Kraterrand kam der Geruch nach Schwefel dazu, so intensiv, dass wir kurz stehen geblieben sind. Wir haben viel erklärt, Fragen beantwortet und versucht einzuordnen, was wir sehen. Und gleichzeitig haben wir selbst gemerkt, wie anders es ist, so einen Ort wirklich zu erleben. Es war ein besonderer Moment für uns alle. Und genau solche Erfahrungen sind es, weswegen wir reisen. Weil sie später als Erinnerung bleiben.“
Bei 40 knoten Sturm im Boot im Hafen zu sein, fühlt sich viel unsicherer an als gedacht. Man fühlt sich ausgeliefert, das Boot wackelt und ruckt, die Leinen knarzen und der Wind heult. Man macht sich Sorgen und schläft schlecht, weil man ständig auf ungewöhnliche Geräusche hört.
Einen schönen guten Morgen aus Santa Maria Navarrese, wo wir uns immer noch dabei sind einige Dinge am Boot fertigzustellen, ein paar Pakete aus Deutschland zu empfangen und Routinen für unser Leben an Bord zu entwickeln. ⛵
Wir waren auf einem kleinen Weihnachtsmarkt in Sardinien – ganz anders, als wir es aus Deutschland kennen. Es gab keine Verkaufsstände, keine Geschenke zu kaufen. Stattdessen drei Hüpfburgen für die Kinder, Zuckerwatte und Maronen vom Feuer. Essen und Trinken war kostenlos, wer wollte, konnte etwas spenden. Alles wirkte entspannt. Kein Gedränge, kein Stress. Die Kinder hatten richtig Spaß – und wir auch. Manchmal merkt man: Für ein bisschen Glück braucht es gar nicht viel.
